
Sieh, wie der Flammenball erwacht und die Dünen erklimmt Ich laufe durch den Sand, aber meine Füße versinken Warte schon seit Tagen auf eine Brise kühlenden Wind Aber nada. Die Zeit rieselt dahin Plötzlich merke ich, wie müde ich bin Und der letzte Tropfen Wasser rinnt mir über das Kinn Ich verspür in dieser Mystik einen tieferen Sinn Und seh, wie hinter mir die Pyramiden verschwinden Es hängt ein Flimmern in der Luft über der Wüste und verschwimmt Mit dem Horizont zu eine Linie und verschwindet Hinter dem glühenden Himmel ist so vieles zu finden Und so folge ich den Zeichen, denn sie führen mich hin Von diesem Ort träumte ich früher als Kind Im Fieber hörte ich das Lied der Hydra erklingen Sie rief mich in die Wüste zu den Füßen der Sphinx Und sagte: Wer sich selbst sucht, der wird niemanden finden Ich folge den Lehren der Brahmanen, der Schamanen und den Sternenbahnen So, als wär es grad ne psychedelische Erfahrung Wie der Leviathan erheb ich mich mit den Passaten Und sieh da, in der Kalahari erblühen Akazien Ich weiß, jede Oase ist eine Fata Morgana Nichts ist real, aber alles, was ich sehe, ist wahr Willkommen im Nirvana Und bestimmt wird Samsara mal vergehen mit der Zeit Und der Wind rüttelt weiter an Ästen, doch nie an der Wurzel Sammelt meine Kräfte und auf einmal steht der Sturm still Ich webe Nervenstränge und Gedankengänge Miteinander ins Geflecht des einen Stoffes, der die Welt zusammen hält Die Adern liegen tief in der Erde Pulsieren und vibrieren stärker, spürst du die Wärme In den, Netzen die im Untergrund Alles vereinen und an einem Punkt verbunden sind? Unity Ich entleere den Geist Und das Rauschen der Bäume und das Rauschen des Meeres sind Eins Nichts ist geteilt Es gibt keine Zwei, nein, es gibt nur die Eins Die Geschichte der Zeit ist unendlich und lang Und du und ich nicht mehr als ein flüchtiger Gedanke Aber solang ich Geschichten erzähl jeden Abend Bleibst du am Leben, meine Scheherazade Denn ich webe in die Adern der Welt deinen Namen Der Wind weht am Abend durch die Städte und Arkaden Und die Blätter der Akazien in der Kalahari Verwehen mit dem Ende der Dekaden Und der Mond über der Wüste ist blutrot und glüht Liebe ist nicht utopisch, nicht bloß so’n Gefühl Verlasse meine Form wie der Wind und die Luft Mit dem Herz eines Kinds in der Brust Da, wo nichts ist, da find ich mich Das, was ich suche, bin ich nicht Ich befrei mich von der Illusion Dass da irgendjemand ist, der mir innewohnt Und der irgendwann befreit wird Und ich der, der ich bin, wirklich sein werd Ich bin nicht dieser oder jener Ich bin Leben, und das mehr denn je Zwischen Wüste und Nichts Die Leere hier beweist, dass da irgendetwas ist Weder geboren noch gestorben Jede Form ist Leere und jede Leere ist Form
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